Agaricus blazei Murill


Cogumelo de Deus, Pilz der Götter, Pilz des Lebens, Mandelpilz, Himematsutake
 

Die ursprüngliche Heimat des Agaricus blazei Murill ist der brasilianische Regenwald. Dort wurde er auch bereits 1893 von dem Mykologen Charles Horton Peck zum ersten Mal dokumentiert und unter dem bis heute gültigen botanischen Namen Agaricus subrufescens Peck beschrieben. Nur, dabei blieb es dann auch.
Nach mehr als 50 Jahren, im Jahr 1945, traf dann erneut ein bedeutender Mykologe, William Alphonso Murill, auf den Agaricus, dokumentiere ihn unter dem heute bekannten Namen und verewigte sich dadurch ebenfalls. Und wieder verschwand der Pilz in Bergen von Papier.
 

Welche Inhaltsstoffe und Wirksubstanzen beherbergt Agaricus blazei Murill?  

 

Auch wenn die einheimischen Brasilianer der Kleinstadt Piedade im Bundesstaat Sao Paulo noch keine Analysen der wertvollen Inhaltsstoffe hatten und die gelungene Mischung aus den für die Gesundheit relevanten Substanzen wie den Polysacchariden, ß-D-Glucanen, Ergosterin und Ergosterol, Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen noch nicht dokumentiert war, so wussten sie doch um die heilbringende Kraft des Pilzes. Dies ist an seinem respektvollen Namen Cogumelo de Deus, was übersetzt Pilz Gottes bedeutet, gut zu erkennen. Zudem bestätigte der Gesundheitszustand der Menschen diese Tatsache. Es gab kaum ernsthafte Erkrankungen bei den Leuten, die mit dem Pilz zu tun hatten oder ihn regelmäßig verzehrten.
Der in den 1970er Jahren in Piedade lebende Japaner Takatoshi Furomoto brachte dem Pilz den verdienten Durchbruch. Er wusste natürlich von dem Potential, das im Himematsutake schlummert und schickte ein paar Pilze in sein Heimatland Japan. Dort wird Agaricus blazei murill seit dem an staatlichen Einrichtungen wissenschaftlich untersucht. Natürlich befassen sich seit dieser Zeit viele Forscher mit dem Vitalpilz und konnten die beeindruckenden Wirkungen durch eine Vielzahl an Studien bestätigen.
 

Wodurch wirkt Agaricus blazei Murill gegen  Krebs?
 

Die positive Wirkung ist auf den momentan in Vitalpilzen höchsten bekannten Gehalt an Glucanen zurückzuführen. Glucane sind gesunde Vielfachzucker, die aber nichts mit dem uns gängigen Zucker zu tun haben. Diese Glucane sind im Fall von Agaricus blazei murill, Alpha 1,4 D- Glucan und ß- 1,6 D- Glucan.
Sie haben eine enorm modulierende Wirkung auf das Immunsystem. Das heißt, sie sind in der Lage das Immunsystem entweder zu aktivieren oder down zu regulieren. Auch können Pilze durch verschiedene Mechanismen Tumorzellen direkt schädigen, damit werden sie zum einen besser für die Abwehr greifbar, zum anderen empfindlicher für eine eventuelle Chemotherapie.
Eine weitere interessante Wirksubstanz, das Ergosterin, scheint dafür verantwortlich zu sein, dass Tumorzellen keine eigenen Blutgefäße aufbauen können und somit deren Wachstum gehemmt, eine Metastasenbildung behindert und deren Zelltod wieder eingeleitet werden kann.
 

Wirkt Agaricus blazei Murill bei Allergien, autoaggressiven- und durch Erreger ausgelösten Erkrankungen?
 

Durch die das Immunsystem modulierende Eigenschaft dieser potenziell heilenden Pilze, ist der Mandelpilz sowohl zur Vorbeugung gegen Infekte als auch zu deren Behandlung wirkstark. Ein weiteres wertvolles Einsatzgebiet kann die unterstützende Behandlung von Allergien und autoaggressiven Erkrankungen sein.

 


Quellen und Literatur:
 

Studien: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=medical+mushrooms+Agaricus+blazei+Murill
 

Literatur:
Medicinal Mushrooms, Martin Powell
Moderne Mykotherapie, Prof. Dr. med. Ivo Bianchi
Die Heilkraft der Pilze, Prof. Dr. Jan I. Lelley